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News Totalrevision des Alkoholgesetzes: Bundesrat eröffnet Vernehmlassung Bern, 30.06.2010 - Der Bundesrat hat an seiner Sitzung von heute Mittwoch die Vernehmlassung zur Totalrevision des Alkoholgesetzes eröffnet. Er legt Entwürfe für zwei neue Gesetze vor: ein Spirituosensteuergesetz und ein Alkoholgesetz. Das Alkoholgesetz aus dem Jahr 1932 gehört zu den ältesten Bundesgesetzen. Es wird trotz mehrerer Teilrevisionen den heutigen wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Realitäten nicht mehr gerecht. Eine Totalrevision ermöglicht einen Paradigmenwechsel in der Alkoholpolitik des Bundes. Durch die Schaffung zweier neuer Gesetze lassen sich zudem steuerliche und gesundheitspolitische Interessen des Bundes trennen. Mit einem Spirituosensteuergesetz und dem Verzicht auf drei Bundesmonopole legt der Bundesrat den Grundstein für eine Liberalisierung des Ethanolmarktes sowie eine Vereinfachung des Steuer- und des Kontrollsystems. Die Akteure der Wirtschaft treten damit in ein neues Verhältnis zum Bund. Der Entwurf für ein Alkoholgesetz unterstellt den Handel für alle alkoholischen Getränke weitgehend einheitlichen Bestimmungen, welche den Jugendschutz verfolgen. Das schafft die Voraussetzung für eine kohärente Alkoholpolitik. Mit einer Rechtsgrundlage für Testkäufe kommt der Bundesrat einem Bedürfnis von Kantonen und Städten nach. Die Totalrevision des Alkoholgesetzes führt zu einer Aufgabenreduktion, was sich auf die Organisation der Eidgenössischen Alkoholverwaltung (EAV) auswirkt. Diese ist derzeit als selbständige Anstalt mit dem Vollzug der Alkoholgesetzgebung betraut. Alcosuisse, das für die Einfuhr von Ethanol zuständige Profitcenter der EAV, soll im Zuge der Revision privatisiert und der verbleibende Teil der EAV in die zentrale Bundesverwaltung überführt werden. Die Vernehmlassungsfrist läuft bis 31. Oktober 2010 LID, 31. März 2010 Absinthe soll geschützt werden Die Bezeichnung "Absinthe" soll geschützt werden. Das Bundesamt für Landwirtschaft hat am Mittwoch, 31. März 2010 ein Gesuch um Eintragung der geschützten geografischen Angabe (GGA) im Schweizerischen Handelsblatt gesellt. Das geografische Gebiet der Verarbeitung soll auf den Bezirk Val-de-Travers im Kanton Neuenburg beschränkt werden. Die Spirituose "Absinthe" ist auch unter dem Namen Grüne Fee" und "La Bleue" bekannt, schreibt das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) in einer Mitteilung. Die drei Bezeichnungen benennen ein und dasselbe Produkt: eine Spirituose, die aus landwirtschaftlichem Ethylalkohol, Wasser und einer spezifischen Kräutermischung hergestellt wird. Der hochprozentige Schnaps hat einen Anis-Geschmack. Tages-Anzeiger, 13. März 2019 Alkoholexzesse nehmen stark zu Eine noch unveröffentlichte Studie des Berner Inselspitals zeigt: Koma-Trinken greift nicht nur bei jungen Menschen um sich: Die Zahl der Alkoholvergiftungen steigt auch bei Erwachsenen massiv an. Von Maurice Thiriet Das Jugendphänomen Binge-Drinking, auch bekannt als Koma-Trinken, wird erwachsen. Eine Studie des Berner Inselspitals, die dem TA vorliegt, stellt einen signifikanten Anstieg der Vergiftungen fest. Und dies nicht nur bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen, sondern über alle Altersgruppen hinweg.
In eigener Sache, 3. Feb. 2010 Der Zusammenschluss Tages-Anzeiger, 19. Jan. 2010 Eine lustige Truppe scheint die Eidgenössische Alkoholverwaltung zu sein. So vermeldet sie auf ihrer Homepage «das Ergebnis einer kleinen Revolution in der Kommunikation»: Künftig erscheint das Magazin der Alkoholverwaltung nicht mehr unter dem Namen «Communica» sondern mit dem Titel «C2H5OH - Alkohol und Politik». Die chemische Formel für Ethanol oder Ethylalkohol sei neu auch die Formel für das Magazin. Wir stellen uns die Frage, ob die Bundesstelle, wie es der Name vorgibt, den Alkohol tatsächlich bloss verwaltet - oder selbigem, gelegentlich, auch zuspricht. Denn man muss sich wohl kräftig einen hinter die Binde kippen, um auf eine solche Schnapsidee zu kommen. (daf) Sonntagszeitung, 13. Sept. 2009 15 Spitzenbrenner auf einen Streich Im frisch renovierten Grand Resort Bad Ragaz findet das erste Schweizer Festival für Edelbrände statt. Karin Ömigen Das Motto des Geniessers, «Ein Schnäpschen in Ehren kann niemand verwehren», wurde durch die Einführung der tiefen Promillegrenzen Lügen gestraft. Zeigte man sich früher gegenüber einem guten Kirsch, einer verflüssigten Mirabelle oder einer vergeistigten Williamsbirne nach einem guten Essen nicht abgeneigt, bleibt deren Genuss heute nur noch den Bei- und Nichtfahrern vergönnt. Um so willkommener ist das erste Schweizer Edelbrandfestival, bei dem ganz ohne Furcht und polizeilichen Tadel den besten heimischen Bränden gefrönt werden kann. Der Anlass findet am Weekend vom 19. und 20. September im Grand Resort in Bad Ragaz statt. und ermöglicht Amateuren wie Kennern, sich durch destillate Höhenflüge von 15 Spitzenbrennern. zu kosten, an Prämierungen teilzuhaben, sich am Abend ein Edelbrand-5-Gang-Gala-Diner zu gönnen und anschliessend in eines der zu Fuss erreichbaren Hotelbetten zu sinken. Mit dem Degustieren von 80 goldprämierten Destillaten kann dann am Sonntag ab 10 Uhr fortgefahren werden. 15.09.2009 : In eigener Sache Best of Whisky - Made in Switzerland Unter dem Namen „Best of Whisky - Made in Switzerland“ hatte das Schweizer Schnaps Forum am 8.9.09 zu einem exklusiven Anlass in der Wirtschaft Neumarkt in Zürich eingeladen. Erstmals wurden 19 verschiedenen Schweizer Whiskys gemeinsam verkostet und miteinander verglichen. 11 Schweizer Whisky-Hersteller präsentierten rund vierzig Besuchern ihre Produkte. Dabei zeigte sich eine grosse Aromenvielfalt und - im Vergleich zu schottischen Whiskys - eine interessante Eigenständigkeit. Mit Hilfe der Besucher wurde eine Aromenkarte erarbeitet, in welche 11 Whiskys nach 4 Aromatypen - vegetabil, blumig/fruchtig, würzig und nussig/Röstaromen - eingeteilt wurden (siehe Aromakarte). Der Vorstand des Schweizer Schnaps Forums betrachtet den Anlass, der etwas mehr Öffentlichkeit verdient hätte, als grossen Erfolg. Wenig begeistert zeigt man sich beim Schweizer Schnaps Forum über die einseitige Berichterstattung über den Whisky-Anlass in der „NZZ am Sonntag“ vom 13. 9.09. Nach Meinung des SSF hat der Autor eine grosse Chance verpasst, in seinem Artikel vertieft auf das Thema Schweizer Whiskys einzugehen und der Anlass selber, immerhin der erste dieser Art in der Schweiz, wurde mit keinem Wort erwähnt. Schade. Wir wollen Ihnen den Artikel von Peter Keller jedoch nicht vorenthalten : Artikel NZZ am Sonntag, 13.09.2009 1. Edelbrandfestival 2009 - 19. / 20. September 2009 Nach dem Rendezvous der Weinliebhaber am WeltWeinFestival in Bad Ragaz vereinen sich im September die Spitzenbrenner zum 1. Edelbrandfestival im Grand Resort Bad Ragaz. Destillate Höhenflüge, kulinarische Extravaganzen und anregende Auszug aus zwei Artikeln im Tages Anzeiger vom 8. Aug. 2009 Junge Schweizer trinken doppelt soviel Wodka wie früher (ahi/rba) Zürich. - Die Street Parade steht vor der Tür: Und auch dieses Jahr dürfte auf Zürichs Strassen der Alkohol wieder in Strömen fliessen. Einen beträchtlichen Anteil daran werden der Wodka und der immer beliebter werdende Wodkaliqueur haben. Dieser ist besonders bei jungen Männern, aber auch bei vielen jungen Frauen im Trend : Wodka ist günstig und lässt sich einfach mixen. «Der Konsument hat ganz einfach wieder damit begonnen, die Getränke selbst zu mischen. Dies ist eine klare Reaktion auf die Verteuerung der Alcopops.» Tiefe Wodkapreise
Auslandswerbung wirkt auch hier
PRESSEMITTEILUNG Gold und Best in Class am IWSC 2009 London Oliver Matter spezialisiert sich seit der Übernahme der Brennerei Matter-Luginbühl auf die Reproduktion von alten Absinthrezepturen. Auf der Basis von historischen Rezepten entstehen authentische Absinthe, hergestellt aus feinsten Kräutern. Die meisten davon sind bei internationalen Wettbewerben ausgezeichnet worden. Seit 2005 arbeitet er mit Markus Lion von absinthe.de, einem der renommiertesten internationalen Absinthehändler und Kunstkennern zusammen. Durch die Verwendung von zeitgenössischer Kunst für die Etiketten wird ein dynamischer Bogen in die Zeit der Belle Epoque gespannt. Absinthe Brevans A.O. Spare zeichnet sich durch seine Geschmeidigkeit aus. Ein zarter Schmelz aus verschiedenen Noten von Wermut, Anis, Fenchel und weiteren Kräutern macht sich unheimlich lange im Gaumen breit und ist ein Genuss besonderer Güte. Die gewonnene Medaille und Best in Class Auszeichnung am diesjährigen International Wine and Spirit Competition in London bestärkt uns darin, unsere Absinthes auch in Zukunft weiterzuentwickeln. Tages-Anzeiger, 29. Juni 2009 Rezepte mit Vogelbeeren lassen sich nicht häufig finden, der Respekt vor den Früchten, die rot wie Gefahrensignale leuchten, scheint beinahe unüberwindbar zu sein. Alte Völker wie die Germanen haben die Eberesche verehrt, etwa als Baum des Lebens. Bis «. . . die offizielle Kirche den Baum der Kelten, Hexen und Druiden für giftig erklärte und der Verehrung ein Ende setzte», wie Gisula Tscharner und Heinz Knieriemen im Buch «Hexentrank und Wiesenschmaus» schreiben. Karottenkuchen mit Vogelbeeren Ende Mai 2009 Bodensee : Schnaps international Weitere Höhepunkte 13. März 2009 Destillata-Ergebnisse 2009 An der Destillata 2009 in Wien hat unser Mitglied Thomas Heiner 13 Auszeichnungen errungen, darunter den Titel eines „Schnaps des Jahres“ für einen sortenreinen Kirsch „Dolleseppler“ sowie eine Goldmedaille für einen Sauerkirschenbrand „Weichsel“. Dollenseppler 2008 Weichsel 2008 Ausserdem wurde heiner’s Destillate, zusammen mit 11 weiteren Betrieben aus 5 Ländern, in den Kreis der Auserwählten Destillerien 2009 - dem internationalen Elitekreis der besten Brenner - aufgenommen. heiner’s Destillate Weitere Schweizerbetriebe mit Auszeichnungen sind :
A Swiss Village Has Peace, Quiet and a Product Endorsed by Marilyn Manson By JOHN TAGLIABUE KALLNACH, Switzerland
SonntagsZeitung, 16. Nov. 2008 Hochgradiger Hochstamm. Ausgezeichnet: der Brenzer Kirsch von Lorenz Humbel
www.humbel.ch Echo Schnapsprämierung 2008 - weitere Presseartikel, pdf im Schweizer Bauern Zürich, 1. Sept. 2008 Neuer Vorstand beim Schweizer Schnaps Forum Patrik Zbinden ist gelernter Maschinenmechaniker. Nach der Lehre absolvierte Zbinden eine Handelsschule, eine Managementausbildung sowie verschiedene Fachkurse im Ernährungsbereich. An der Journalistenschule lernte er schliesslich, wie man Essthemen journalistisch umsetzt. Heute arbeitet Zbinden als Food-Journalist für verschiedene Medien, z.B. als redaktioneller Mitarbeiter für Radio und Fernsehen DRS. Dr. Klaus Christen ist promovierter Chemiker. Er leitete bis zu seiner Pensionierung (2008) das chemische Labor der Eidg. Alkoholverwaltung in Bern. Tages-Anzeiger, 28.07.2008 Mehr Schnaps im 2007 Die Bevölkerung in der Schweiz hat 2007 pro Kopf 8,8 Liter reinen Alkohols konsumiert, zwei Deziliter mehr als im Vorjahr. Bern 30.01. und 10.06.2008 Neue Leitung bei der Eidg. Alkoholverwaltung Der Bundesrat hat bereits anfangs Jahr Alexandre Schmidt zum Direktor der Eidg. Alkoholverwaltung EAV ernannt. Schmidt, bisher Persönlicher Mitarbeiter von Bundesrat Hans-Rudolf Merz, folgt auf Lucien Erard, der nach 40jähriger Tätigkeit für den Bund seinen altersbedingten Rücktritt per 31. Mai 2008 eingereicht hat. Am 10. Juni hat der Bundesrat Fritz Etter zum neuen Vizedirektor der Eidg. Alkohol-verwaltung ernannt. Etter folgt auf Christoph Zurbrügg, der vorzeitig als Vizedirektor EAV zurücktritt, und verfügt über eine langjährige Erfahrung im nationalen und internationalen Brennereiwesen. Er leitet heute bei der EAV den Bereich Produktion, Fiskalität und Kontrolle und ist in dieser Funktion auch zuständig für die Branchenkontakte und die Beziehungen zu den nationalen und internationalen Branchenorganisationen sowie den jeweiligen ausländischen Amtsstellen, welche sich mit Spirituosen befassen. Die Leitung der EAV wird sich in den nächsten Jahren grossen Herausforderungen stellen. Das von 1932 datierende Alkoholgesetz wird völlig überarbeitet und die Stellung des Profitcenter Alcosuisse neu positioniert. Bei der Besteuerung und der Kontrolle sind diverse Vereinfachungen zu planen und auch umzusetzen. Tages-Anzeiger vom 8. Mai 2008 Der Kräuterschnaps Absinth enthält kaum psychoaktive Substanzen - nur viel Alkohol Sebastian Herrmann Absinth ist von Legenden umgeben. Wer nur genug von dem Kräuterschnaps trinke, dem ergehe es wie einst Oscar Wilde, Vincent van Gogh, Paul Gauguin oder Henri de Toulouse-Lautrec, heisst es oft. Dem erscheine die grüne Fee und stimuliere ihn zu kulturellen Höchstleistungen. Keine Abbauprodukte gefunden Romano Levi ist tot
Der berühmte Grappa-Brenner Romano Levi ist an seinem Wohnort Neive (Piemont) am 2. Mai 2008, achzigjährig, gestorben. Levi war weniger bekannt für die Qualität seiner Grappas, dafür umso berühmter für seine unverkennbaren, handgemalten Flaschen-Etiketten. Diese sind heute gesuchte Sammlerstücke. Destillata 2008 Sonntagszeitung, 6. April, 2008
Freude und Frust an der Destillata 2008 An grossen Brennern und Bränden fehlt es hier zu Lande nicht. Bisweilen aber am Ruhm. Von den 166 Goldmedaillen, die an der Destillata, der wichtigsten europäischen Schnapsprämierung, vergeben worden sind, ging nur eine an ein hiesiges Produkt: an den Alpwhisk® Swiss Single Chestnut von schnaps.ch. KARIN OEHMIGEN NZZ am Sonntag, 6. April 2008 Feenzauber
Chocolat douceur des fees. Erhältlich z. B. bei Chocomotion, Marktgasse 9, 8001 Zürich. www.choco-feeverte.com Anfangs März 2008 Schweizer Schnaps Forum intensiviert Verkostertrainings Um bei der kommenden Schnapsprämierung 2008 die eingegangenen Schnapsproben noch besser beurteilen zu können, führt das Schweizer Schnaps Forum drei Verkoster-trainings durch. Die Trainings sind gratis und für jederman offen. Sie finden an den folgenden Tagen statt :
Die Teilnehmer an der Prämierungsverkostung vom 4./5. Sept. 2008 in Bern sollen an mindestens einem Training teilgenommen haben. Eine Anmeldung zu diesen Trainings an das Anfangs Oktober 2007 2008 wieder Schnapsprämierung des Schweizer Schnaps Forums 2007 hatte das Schweizer Schnaps Forum aus organisatorischen Gründen seine jährliche Schnaps Prämierung ausgesetzt, um im nächsten Jahr zusammen mit dem Forum Romand des Eaux-de-Vie eine nationale Schnapsprämierung durchzuführen. Nun hat das Forum Romand jedoch überraschend beschlossen, auch weiterhin nur alle zwei Jahre eine Prämierung zu organisieren und diese in regionalem Rahmen abzuhalten. Diese Entscheidung hat den Vorstand des Schweizer Schnaps Forums bewogen die Angelegenheit nochmals zu überdenken. An der Generalversammlung vom 23. August 2007 haben die Anwesenden mit grosser Mehrheit beschlossen die Prämierungen weiterhin durchzuführen. Die nächste Schnapsprämierung ist für den Spätsommer 2008 geplant. Die Eidg. Alkoholverwaltung (EAV) wird dem Schweizer Schnaps Forum die notwendige Infrastruktur für eine Prämierung zur Verfügung zu stellen. Die Südostschweiz, 22. Sept. 2007
Der Maienfelder Martin Kunz ist einmal mehr für seine Edelbrände ausgezeichnet worden. Distiswiss verlieh ihm den Titel «Ostschweizer Destillateur des Jahres 07/08». Sein Geheimnis: Geduld und Genauigkeit. Von Barbara Wülser Maienfeld. – Martin Kunz steht, die Hände in den Hosentaschen, vor seiner Brennanlage. Die Maschine arbeitet.Er neigt den Oberkörper vor und blickt durch eine kleine, runde Glasscheibe ins hell erleuchtete Innere der kupfernen, zylinderförmigen Röhre.Gasförmiger Alkohol steigt durch die Verstärkerkolonne auf, Wasser tröpfelt hinunter. Was das Geheimnis seines Handwerks sei? Der mehrfach ausgezeichnete Schnapsbrenner zieht eine Hand aus der Hosentasche und reibt versonnen am Ohrläppchen. «Geduld, genaues Arbeiten vom Anfang bis zum Schluss und innere Ruhe.» Die komme mit dem Alter, sagt der 58- Jährige. Die Hand verschwindet wieder unter der schwarzen Winzerschürze. «Martin» steht auf Brusthöhe mit rotem Faden eingestickt. Einer der fünf besten Brenner. Die unzähligen Kronen an der Wand in der Brennerei in Maienfeld, Auszeichnung vom Schweizer Schnaps-Forum, sind der Beweis, dass Martin Kunz sein Handwerk versteht. Himbeeren, Röteli,Vieille Prune,Williams, Kürbis, Rüebli, Tomate, Schlüsselblume, Absinthe steht da beispielsweise. Nun folgte noch die Krönung, die Auszeichnung von Distiswiss als «Ostschweizer Destillateur des Jahres 07/08». Der Maienfelder gehört damit zu den fünf besten Destillateuren der Schweiz. Versteht sich fast von selbst, dass alle zurVerkostung eingereichten Destillate ausgezeichnet wurden: Grappin, Williams, Quitten, Himbeeren und Bärlauch mit einer Goldmedaille; Kirsch, Marc vom Eichenfass, Grappina, Absinthe Ariane und Rüebli mit einer Silbermedaille. Es klingelt. Martin Kunz wirft einen Blick auf das Display, das im Steuerkasten an der Wand eingelassen ist. «Alkohol 90%», steht in der untersten Zeile. Der Brenner stellt sich neben den Ausguss am unteren Ende des Geistrohrs. Nach einer Weile fällt der erste Tropfen. Der Vorlauf rinnt über eine Wippe in einen Chromstahlzylinder. Der Schwimmer steigt langsam an und kippt die Wippe nach vorn. Nach mehr als einer Stunde rinnt der erste Strahl Mittellauf in den bereitgestellten Chromstahlkessel. «Alkohol 70%». Es riecht nach Butter und Birne. Der Computer regiert die Maschine. Einmal ermittelt, stellt Martin Kunz für jedes Brenngut die spezifischen Daten ein. Jeder Brenner habe seine eigene Brennkurve. «Entscheidend für die Qualität ist, wie schnell sie fällt», erklärt Martin Kunz, der sich seit einem Unfall vor zwei Jahren vorwiegend um die Schnäpse kümmert, während Tochter Carina Kunz den Weinkeller besorgt. Die zweiseitige Schaubrennerei mit einem Fassungsvermögen von je 250 Kilogramm ist eine Massanfertigung. Zuvor brannte Martin Kunz mit einer mobilen Anlage während 30 Jahren Schnäpse von Vaduzbis Chur, wie er sagt. Nur nasse Socken fehlen noch. Martin Kunz ist bekannt für seinen Erfindergeist. Er bringt immer wieder neue Destillate hervor. Manche behaupten, es gebe nichts, das er nicht schon gebrannt habe – ausser nasse Socken. Er wisse nicht, was er noch brennen könnte, so Martin Kunz. «Ich sage immer, ich höre auf mit neuen Sachen.» Plötzlich aber komme ihm wieder etwas in den Sinn. Aber jetzt reiche es. Er setzt sich auf den Bürostuhl neben dem Steuerkasten. Für dieses Jahr jedenfalls. Es klingelt. Martin Kunz blickt zum Display, dann zum Geistrohr. «Klack!» Der Strahl versiegt. Es dauert eine Weile, bis der Nachlauf aus dem zweiten Röhrchen in den Kupferkessel rinnt.
Anfangs Juli, 2007 Die Schnaps-Expertise: ein neues Angebot des Schweizer Schnaps Forums
Bericht über die 1. Schnapsexpertise 24. Juni 2007 Glück und Unglück liegen manchmal ganz nahe beisammen Eben noch wurde Edmund Marder an der Destillata 2007 zum gefeierten Brenner des Jahres gekürt. Dann schlug am 4. Juni 2007, kurz vor 17.00 Uhr, während eines Gewitters der Blitz in sein Wohnhaus in Unteralpfen bei Albbruck im Südschwarzwald ein.
Ausser Degustationsraum, Brennraum und Lager wurde fast alles durch Feuer und Wasser zerstört Dem Einbau einer Betondecke im Jahre 2000 ist es zu verdanken das die Edelbrandvorräte weitestgehend gesichert werden konnten. Walliserbote, 4. April 2004 «Master of Vogelbeeren» Eigener Fruchtbrand für Saas-Fee S a a s - F e e. - eing.) Nach einer erfolgreichen Testphase von fünf Jahren präsentiert Saas Fee seinen eigenen einheimischen Fruchtbrand. Der Küchenchef des Ferienart Resort & Spa, Jörg Walter, hat eine eine sinnvolle Nutzung der Vogelbeeren für die Gemeinde Saas-Fee entdeckt: Der erste einheimische Vogelbeerschnaps wurde am vergangenen Freitag im Weinkeller «Beartus» vorgestellt. Sieben fleissige Helfe aus Saas-Fee, hatten im letzten Sommer 84 Kilogramm. Vogelbeeren gesammelt und an das Ferienart abgegeben. Das Hotel selbst konnte mit seinen Mitarbeitern nochmals 206 Kilogramm Vogelbeeren dazugeben. Nach dem Brennen bei Daniel Zürcher in Port/Biel. kamen 17,4 Liter, Vogelbeerschnaps zurück ins Saastal. Natürlich soll dieses Engagement der einheimischen Bevölkerunt belohnt werden und so wurde am Freitag mit Richard Bodenmann der «Master of Vogelbeeren» gekürt. Er hatte ganze 30 Kilogramm Vogelbeeren gesammelt und dem Ferienart zur Verfügung gestellt! Die 1,8 Liter Schnaps; die aus seinen, Beeren gewonnen werden konnten, durfte der strahlende Gewinner auch gleich mitnehmen: Der «Master of Vogelbeeren» soll fortan jährlich gekürt werden. Anfangs April 2007 Keine Schnapsprämierung im Jahr 2007 Information zur Prämierung des Schweizer Schnaps Forums 1997 lancierte das Schweizer Schnaps Forum eine nationale Prämierung einheimischer Destillate. In der Zwischenzeit wurden in der Schweiz weitere Prämierungen ins Leben gerufen. Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums haben die Organisatoren des Schweizer Schnaps Forums entschieden, ihren Wettbewerb durch Kooperationen mit anderen Veranstaltern von Schnapsprämierungen weiter zu entwickeln, um dadurch der Prämierung noch mehr Gewicht zu verleihen. Mit dem Forum Romand des eaux-de-vie und einer sich noch im Aufbau befindenden Tessiner Organisation ist die Realisierung einer gemeinsamen Ausschreibung und Durchführung weit fortgeschritten. Die Vertreter dieser Organisatoren sind übereingekommen, dass eine erste, neukonzipierte Prämierung im Herbst 2008 durchgeführt werden soll. Aus diesem Grund verzichtet das Schweizer Schnaps Forum auf eine Prämierung in diesem Jahr. Ob und wie weitere nationale oder internationale Organisationen mit den drei Foren kooperieren werden, ist zurzeit Gegenstand von Verhandlungen. Über die definitive neue Formel werden wir zu gegebener Zeit informieren. Das Schweizer Schnaps Forum bedankt sich bei allen Schnapsproduzenten, dem Handel, der Gastronomie, den Medien und der Konsumentenschaft für die dem Schweizer Schnaps Forum in den vergangenen Jahren entgegengebrachte Aufmerksamkeit und das Vertrauen. Wir freuen uns auf eine erweiterte Neuauflage der Schweizer Schnaps-Prämierung im Jahr 2008.
Destillata 07 Salz und Pfeffer, No. 8, Dez. 2006
Tages-Anzeiger, 5. Okt. 2006 Wer wird «Schnapsnase der Nation»?Zürich. - Haben Sie schon mal einen Rüeblibrand probiert? Können Sie es sich vorstellen, einen Chicoreeschnaps als Verdauer zu geniessen? Und wie schmecken wohl Erdbeeren, wenn aus ihnen ein Destillat gebrannt wird? 184 Flaschen Hochprozentiges werden heute Donnerstagabend an der zehnten «Schnapsgala» im Restaurant Neumarkt entkorkt, fein säuberlich auf langen Tischen ausgestellt und können vom Publikum degustiert werden. Den Destillaten ist gemeinsam, dass sie von der Vereinigung Schweizer Schnaps Forum mit einer Goldvignette ausgezeichnet worden sind - das heisst, in einer Vorausscheidung erreichten sie mindestens 16 von 20 möglichen Punkten. Eine Fachjury hat vier Kriterien geprüft: Die Sauberkeit im Geruch, die Frucht- und Sortentypizität, den Geschmack und die Harmonie. Absinth aus Bachenbülach René Zimmermann, Wirt der Wirtschaft Neumarkt, wurde knapp vor Oliver Matter-Luginbühl, Kalnach, "Schnapsnase der Nation" (Red. SSF). 10. nationale Schnapsprämierung des Schweizer Schnaps Forums Zum zehnten Mal führte das Schweizer Schnaps Forum eine nationale Schnapsprämie-rung durch. 61 Produzenten nutzten die Gelegenheit und sandten 262 Destillate, Geiste, Vieilles und Liköre zur Prüfung ein. Am 25. und 26. August haben 18 Verkosterinnen und Verkoster diese Proben beurteilt. Von den 262 eingesandten Proben konnten 184 mit der Goldvignette ausgezeichnet werden. Dazu sind mindestens 16 von möglichen 20 Punkten nötig, welche sich auf vier Kriterien - Sauberkeit im Geruch, Frucht- bzw. sortentypischer Geruch, Geschmack und Harmonie - verteilen. Handelszeitung, 23.08.2006 Aus Willisau kommen nicht nur Ringli DIWISA Wodka aus Willisau? Oder doch lieber «Kaffee Schnaps>? Diwisa produziert beides. Die grösste Schweizer Distillerie verkauft ihre Erzeugnisse vermehrt auch ins Ausland. Etwa an die Lufthansa. PIRMIN SCHILLIGER Es sprudelt, gurgelt und rinnt in den Brennhäfen der grössten Distillerie der Schweiz. Computer steuern den Prozess wie von Geisterhand. In die Tanks fliessen schliesslich «Original Willisauer Fruchtdestillate»: Apfelbrände, Birnenträsch, Chrüter, Kirsch, Pflümli und Williams, aber auch Wodka. Dessen Geschmack wird über 38 Brennstufen oder Schikanen verfeinert. «Das Getränk besteht aus lokalem Roggen und aus Gletscher-wasser vom Titlis», verrät CEO René Gut. So auch der Wodka «Xellent». Er wird in 22 Länder exportiert, 2005 wurden 120’000 Flaschen verkauft. Die Fluggesellschaft Lufthansa serviert ihn in der Business Class. «Kaffee Schnaps» aus Maschine? «Swissness» als Strategie Neue Luzerner Zeitung, 10.8.2006 Diwisa schluckt Pomdor-Schnäpse Die Luzerner Brennereien Pomdor AG Distillerie St. Georg Sursee und Diwisa Distillerie Willisau SA reagieren auf den schrumpfenden Absatz von Fruchtspirituosen wie Träsch, Kirsch und Pflümli. Die Pomdor verkauft ihr Geschäft mit Schweizer Spirituosen der Diwisa und zieht sich. aus diesem Markt zuriick. Pomdor habe bisher in diesem Bereich einen Umsatz von rund 15 Millionen Franken erzielt, vorab mit Fruchtspirituosen, Diwisa mache einen Jahresumsatz von 85 Millionen Franken, erklärte gestern Andreas Affentranger, Präsident und Inhaber der Diwisa. Produktion In Sursee am Ende Konzentration wird weitergehen Schweiz. Zeitschrift für Obst- und Weinbau, 11. Aug. 2006 Herstellung von Qualitätsspirituosen Am 11. Oktober, 21. November und 14. Dezember 2006 im Inforama Oeschberg, Fachstelle für Obst und Beeren. Fachkurs in drei ModuIen über Einmaischen, Vergären und Brennen sowie Verkosten von Spirituosen. Ein Kurs der Eidgenössischen Alkoholverwaltung in Zusammenarbeit mit der Forschungsanstalt Changins-Wädenswil ACW (peter Dürr) und dem Inforama Oeschberg. Zur Überprüfung etfolgreicher Qualitätsverbessenmgel1 stehen in der Folge zwei Veranstaltungen des Obstverbands Besofrisch an, die auch Nichtmitgliedern des Verbands zur Teilnahme offen stehen. Schweiz. Zeitschrift für Obst- und Weinbau, 28. Juli 2006 10. Nationale Schnapsprämierung 2006 Schon neunmal hat das Schweizer Schnaps Forum alle Schweizer Brenner und Schnapsproduzentinnen zur jährlichen Nationalen Schnapsprämierung eingeladen. Die Verkoster und Verkosterinnen des Schweizer Schnaps Forums haben total 1893 Destillate, Vieilles, Geiste und Liköre geprüft und bewertet.
Einsendeschluss: 11. August 2006
Hansjürg Zehnder, Wädenswil Kassensturz vom 17.1.2006
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Das SSF garantiert durch regelmässige Kontrollen, dass alle Flaschen mit der Gold-Vignette dem entsprechenden Qualitätsstandard entsprechen. 65 % der eingesandten Proben konnten die Gold-Vignette erreichen und 17 Produkte wurden mit der Auszeichnung Schnaps des Jahres gekürt. Die Schnapsbrenner nehmen die Auszeichnung mit Stolz entgegen. Viele bemühen sich seit Jahren, bei der Prämierung eine Gold-Vignette zu erreichen. So zum Beispiel Peter Vogt aus Riehen. Er hat zwei Produkte eingereicht und eine Gold-Vignette erhalten. Er reicht seit drei Jahren Proben zur Prämierung ein, konnte aber noch nie eine Auszeichnung erlangen.
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| PRÄMIERUNG 17 Produkte wurden zum Schnaps des Jahres erkoren: Kategorien: Apfel, Berner Rosen 2003: Zürcher Spezialitätenbrennerei, Port BE; Birne, Goldschmöckler: Rüttimann Brennerei, Abtwil AG; Williams, Williams 2004: Liechtensteiner Edelbrand, Schnellenberg FL; Quitte, Quitten Brand 2004: Humbel Spezialitätenbrennerei, Stetten AG; Kirsche, Kirsch 2003: Zogg Mosterei und Brennerei, Grabserberg SG; Kirsche sortenrein, Kirschbrand LU Lauerzer: Gunzwiler Destillate Urs Hecht AG, Gunzwil LU; Aprikose, Eau-de-vie d'Abricot de Saxon 2004: Dupont Bernard, Saxon VS; Zwetschge/Pflaume, Damassine 2004: Fondation rurale Interjurassienne, Courtetelle JU; Traube, Grappino Muscat-bleu: Zimmerli Distillerie, Hallau SH; Traubentrester, Grappin: Kunz-Keller Weinbau-Distillerie Maienfeld GR; Geist, Bugermeister 2004: Abt André, Hellikon AG; Fruchtbrand Holz, Kirsch fassgereift 2004: Schmid-Egli Bauerndestillate, Bauma ZH; Beeren, Himbeer 3/2004: Erismann Brennerei, Bachenbülach ZH; Wildfrüchte, Wilde Vogelbeere 2004: Hotel Waldhaus, Sils GR; Gemüse und Wurzeln, Härdöpfler Bintje 1/2004: Erismann Brennerei, Bachenbülach ZH; Vieille, Goldbirne 2004: Weingut Mühlebach, Tegerfelden AG; Liköre, Erdbeerlikör 2005: Weidhöfler-Spezialitätenbrennerei, Ormalingen BL. |
baz, 28. Okt. 2005

SORTENVIELFALT
Das Schweizer Schnaps Forum setzt sich seit zehn Jahren für die Förderung und Qualitätsverbesserung der einheimischen Destillate ein. Kernstück der Aktivität des Vereins ist die Durchführung einer jährlichen nationalen Prämierung, die 2005 bereits zum 9. Mal durchgeführt wurde. An der Basler Weinmesse ist das Schweizer Schnaps Forum mit einem Stand präsent und bietet den Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, anhand einer Auswahl prämierter Brände die faszinierende Vielfalt einheimischer Destillate zu entdecken. Ging früher simpler Bätzi, Träsch oder Chrüter über die Theke, wählen Connaisseurs heute zwischen einem Birnenbrand der Sorten Goldschmöckler oder Gelbmöstler, einem Wölflisteiner- oder Dolleseppler-Kirsch, Die Produktevielfalt wächst von Jahr zu Jahr. Dazu tragen das wachsende Interesse an sortenreinen Bränden, das Verwenden bisher unüblicher Rohstoffe, der vermehrte Einsatz von Fässern unterschiedlicher Holzarten und die Lust am Experiment in der Liköre-Klasse bei. S.K.
Schnapsgala 2005
Donnerstag, 27. Okt. 05 : Die Schnapsgala ist immer der Abschluss der jährlichen Schnapsprämierung des Schweizer Schnaps Forums. Hier werden die Resultate öffentlich gemacht und jedermann kann sich von der guten Qualität der prämierten Destillate, Vieilles und Liköre überzeugen. So drängten sich denn an diesem Abend gegen 100 Gäste in den oberen Räumen der Wirtschaft Neumarkt in Zürich. Neben der Ausstellung konnten auch zwei Kurzseminare unter dem Titel "Wo liegt der Qualitäts-Unterschied" besucht werden. Ein Treberwurstessen beschloss den ausgezeichnet besuchten Anlass.
Vogelbeerbrand
Schon vor einem Jahr schrieb Stefan Keller über die Schnapsidee einer Hotelequippe, welche sich in den Kopf gesetzt hatte, einen eigenen Vogelbeerschnaps zu kreieren. Jetzt hat es der Brand an die Spitze der diesjährigen Hitliste gebracht. Die "Wilde Vogelbeere" aus dem Engadin wurde "Schnaps des Jahres" an der Schnapsprämierung 2005 bei den Wildfrüchten.
Der Kanton (und die Republik) Jura möchte die Bezeichnung "Damassine" für das Destillat aus der Pflaume "Prune de Damas (Damasson rouge)" schützen und mit einem AOC-Label versehen lassen :
Kirschbauern sind in der Krise
von David Schaffner, Luzern
Die Schweizer trinken immer weniger einheimischen Schnaps. Die Bauern lassen die Früchte den Vögeln, und die Brenner bleiben auf ihrer Ware sitzen.
Die Kirschbäume in der Innerschweiz sind momentan reich mit Früchten behangen. Dank einem guten Frühling dürfte die Ernte um rund 20 Prozent höher ausfallen als im vergangenen Jahr. Die Produzenten von Brennkirschen können sich dennoch nicht freuen. «Mehrere Bauern beabsichtigen, ihre Kirschen gar nicht erst zu pflücken», sagt Bruno Pezzatti, Direktor des Schweizer Obstverbandes.
Schuld ist der Preiszerfall: Die Kirschbauern erhalten für ihre Früchte so wenig Geld, dass sich die Ernte nicht mehr lohnt. Um 30 Prozent ist der Abnahmepreis innerhalb eines einzigen Jahres gesunken - von 85 auf rund 60 Rappen pro Kilo. Betroffen sind in der ganzen Schweiz einige Hundert Bauern. «Manche von ihnen sind so frustriert, dass sie ihre Bäume fällen», sagt Pezzatti.
Die Nachfrage nach Schweizer Schnaps ist in den vergangenen Jahren massiv zurückgegangen. Vor zwanzig Jahren brannten die Schweizer Distillerien noch jährlich 5,3 Millionen Liter reinen Alkohols, heute sind es gerade noch 2,3 Millionen. Dies liegt einerseits daran, dass die Schweizer insgesamt weniger Alkohol konsumieren: Seit der Mitte der Achtzigerjahre hat der durchschnittliche Konsum um beinahe ein Fünftel abgenommen.
Andererseits ist es auf Grund der Harmonisierung der Alkoholsteuer zwischen 1991 und 1999 zu einer Verlagerung des Alkoholkonsums gekommen. Da der Bund die Steuern auf inländische Spirituosen um rund ein Drittel erhöht, jene auf ausländische hingegen halbiert hat, trinken die Schweizer heute mehr als doppelt so viel Whisky, Rum oder Grappa als noch vor sechs Jahren - auf Kosten der heimischen Produkte.
Auf Tafelkirschen umsteigen
Für die Schweizer Kirschbauern ist dieser Rückgang ein harter Schlag. «Vor 15 Jahren konnten die Bauern noch 15 000 Tonnen Brennkirschen verkaufen», sagt Pezzatti. «Heute sind es bloss noch 5000.» Das liegt nicht nur daran, dass die Liebe der Schweizer zum Kirsch abgekühlt ist, sondern auch an der Liberalisierung des Brennkirschenmarktes. Heute wird fast die Hälfte des Schweizer Kirsches aus ausländischen Früchten hergestellt. Diese sind billiger und qualitativ oftmals besser. Lukrativer wäre es für die Bauern, auf Tafel- oder Konservenkirschen umzustellen. Denn diese sind knapp und nach wie vor durch hohe Importzölle geschützt.
Distillerien verschwinden
Der schwindende Bedarf an Schweizer Schnaps macht nicht zuletzt den Distillerien zu schaffen. «Die Branche hat in den vergangenen Jahren einen regelrechten Erosionsprozess durchgemacht», sagt der Chef des Schweizer Obstverbandes. Viele kleine, traditionsreiche Betriebe sind in den letzten zehn Jahren verschwunden. Jene, die überlebt haben, sind gewachsen. So etwa die Landtwing Rütter AG aus Hünenberg ZG. Sie ist heute die grösste Distillerie des Landes und setzt rund ein Viertel des Kirsches in der Schweiz um. «Wir haben unseren Umsatz in den vergangenen zwanzig Jahren vervierfacht», sagt Firmeninhaber Bernhard Rütter.
Seit der Steuerharmonisierung stagniert aber auch sein Umsatz. Jedes Jahr stauen sich mehr Flaschen in seinen Lagern. «Daher sind wir dieses Jahr sehr zurückhaltend beim Einkauf von Kirschen», sagt Rütter. Ähnlich sieht es bei der Distillerie St. Georg aus Sursee aus, einer Tochterfirma der Fenaco. «Wir kaufen weniger als 2004», sagt der Bereichsleiter Christian Gygax. «Eigentlich bräuchten wir gar keine Kirschen, da wir Vorräte für drei Jahre haben.» Bloss um den Bauern eine gewisse Kontinuität zu bieten, habe man dieses Jahr Kirschen übernommen.
Brau-Huus-Post Nr. 23, 13.Jg, Frühling/Sommer 2005
1. Wädenswiler Single Malt Whisky
EIN WÄDENSWILER WHISKY ENTSTEHT...
Der Aargauer Schnapsbrenner Ruedi Käser ist ein Pionier seines Fachs. Seit vielen Jahren kommt auch unser mehrfach ausgezeichneter Wädenswiler Bier-Brand aus dem Hause Käser. Nach jahrelanger Reife kommt nun die neuste Innovation aus dem Hause Käser an den Zürichsee: der erste Wädenswiler Single Malt Whisky. Wir haben uns mit dem Schnapsbrenner kurz dazu unterhalten.
Herr Käser, wie kommt man überhaupt zu einer solchen Schnaps-Idee, aus Bier einen Whisky machen zu wollen?
Ob Schnaps- oder Bieridee, beides wäre richtig und durchaus nur positiv zu verstehen. Auch der Wädenswiler Bierbrand war eine solche Schnaps-Idee, die ja heute gut ankommt. Aber ganz abgesehen davon haben Whisky und Bier eine starke Verwandschaft: Whisky hat einen riesigen Mythos, genau wie das Bier auch und die Vorstufe bei der Whisky-Herstellung ist ähnlich wie die des Bieres.
Diesen Herbst nun steht das neue «Wässerli» zum Verkauf. Können Sie uns schon eine kurze Degustations-Notiz machen? Sind Sie mit dem Produkt zufrieden?
Ich bin im Moment selber überrascht, über die Qualität. Dieser Whisky hat eine feine Nase und bringt im Gaumen eine elegante, aber druckvolle Rauchmalz-Aromatik zum Vorschein. Ich freue mich nach dem dreijährigen Ausbau in unserem Keller, über die Lancierung des 1. Wädenswiler Whiskys.
Das Whisky-Trinken ist ja eine Philosophie für sich und wird in Kenner-Kreisen zelebriert. Hat der Wädenswiler Single Malt beim Whisky-Publikum überhaupt eine Chance, ernstgenommen zu werden?
Dieser Whisky wurde nach schottischem Stil produziert. Die Vordegustationen, die auch Jim Murray (Whisky-Buchautor) gemacht hat, wurden als sehr gut bewertet. Ich bin überzeugt, dass der Wädenswiler sicher eine grosse Geniesserfamilie finden wird.
Man hört immer wieder, dass ein Whisky mit Eis zu trinken, eine Schande sei, weil es den edlen Brand verwässere. Wie empfehlen Sie den Wädenswiler Single Malt zu trinken?
Ein Single Malt Whisky ist ein Kunstwerk von Natur und Mensch und darf nicht durch andere Aromen gestört oder verwässert werden. Ein Whisky ist ein Whisky und kein Korn. Am besten sollte man ihn deshalb pur geniessen.
Aus Ihrem Hause kommen einige sehr bekannte Edelbrände, mit denen Sie immer wieder auch Auszeichnungen abholen. Was trauen Sie diesbezüglich dem Wädenswiler Whisky zu?
Den Wädenswiler Whisky werden wir auch an internationalen Veranstaltungen testen lassen. Unser Haus nennen wir ja auch «Whisky-Castle Switzerland» - schottischer als die Schotten. Und dafür wollen wir jetzt auch den Beweis antreten.
Was dürfen wir von Ihnen als nächste ProdukteInnovation auf dem Markt erwarten?
Es gibt jetzt eine neue Schnaps-Serie zum Flambieren unter dem Thema «Meat and Fire». Unter anderem sind Knoblauch, Thymian und Pfeffer die Ingredienzen. Und mal sehen, was die langjährig erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Wädi-Brau-Huus AG als nächstes zu Tage bringen wird... .
Herr Käser, vielen Dank für das offene Gespräch.
Weitere Infos: www.kaesers-schloss.com142 Brenner reichten knapp 1200 Destillate zur verdeckten Verkostung ein. Der Großteil der Destillateure stammte aus Österreich, jeder vierte teilnehmende Betrieb kam aber bereits aus dem Ausland.
Die Resultate der Schweizer-Teilnehmer Arnold Dettling AG
Olympstraße 10, 6440 Brunnen, Schweiz
Sorte: Kirschbrand, Lauerzer, L04205
Beurteilung: Reintöniger Sortenvertreter; edle Schokolade-Noten setzen animierende Akzente im intensiv fruchtigen Kirscharoma; perfekt in Länge und Balance.
Wertung: 20 , Medaille: SDJ
Sorte: Wildkirsche, L04207
Beurteilung: Sauber, vollaromatisch und typisch; edler Charakter mit harmonisch eingebundenem Steinton; druckvoll, persistent und ausgewogen; erfreulich anhaltendes, dichtes Finish.
Wertung: 19 , Medaille: Gold
Sorte: Weichsel, L04206
Beurteilung: Sauber; dezente Marzipannoten ergänzen die Frucht; am Gaumen schokoladig, kräftig und voll; zart-herbes Finale mit feinem Bitterl.
Wertung: 17 , Medaille: Silber
Sorte: Kirsch Bourbon, L04197
Beurteilung: Sauber; Frucht wird in der Nase von schönem Steinton und angenehmen Holznoten begleitet; am Gaumen etwas bitter-scharf akzentuiert; könnte ausgewogener sein.
Wertung: 16 , Medaille: Silber
Sorte: Kirschbrand Langstieler, L04204
Beurteilung: Sauber; sehr dezente Fruchtaromen mit zarten Schoko-Noten; wird am Gaumen breit; endet süßlich-würzig und etwas scharf.
Wertung: 15 , Medaille: Bronze
Edi Bieri
Talacker, 6340 Baar, Schweiz
Sorte: SingleMalt, L051
Beurteilung: Sauber, dezentes, gut eingebundenes Holz, kräftiger Charakter; am Gaumen füllig wenn auch etwas kantig; pikant-feurig im Abgang.
Wertung: 17 , Medaille: Silber
Ivano Friedli-Studer
Freiheim Möösli, Postfach 79, 6182 Escholzmatt, Schweiz
Sorte: Kirsch vieux
Beurteilung: Sauber; breite, überreife Fruchtausprägung in der Nase; am Gaumen tritt der Steinton in den Vordergrund; wenig Eleganz im Abgang.
Wertung: 15 , Medaille: Bronze
Das Schweizer Schnaps Forum Mitglied Edmund Marder, von der Fichtenhofbrennerei im Schwarzwald, überzeugte mit ausgewogener Qualität und einem breiten Leistungsspektrum und sicherte sich so den Titel "Landessieger Deutschland 2005".
Mehr von der DestillataDestillateure wollen Produktnamen schützen
von Barbara Wörmann
Rom - "Hände weg von der Grappa!" - diese Warnung ist nach dem Rauchverbot nicht etwa eine neue Schikane des italienischen Gesundheitsministeriums. Tatsächlich wurde sie vom Verband der Grappa-Brenner ausgesprochen und gilt der EU: "Es herrscht Alarmstimmung unter den italienischen Destillateuren."
Grund für die Aufgeregtheit ist eine mögliche Revision der EU-Spirituosenverordnung von 1989. Laut dem Reglement 1576/89 darf sich bisher nur in Italien hergestellter Tresterschnaps mit dem Namen Grappa, abgeleitet von "Grappolo" (Traube), schmücken. Doch das kann sich ändern.
"Um unser berühmtestes Destillat weltweit zu einem Markenzeichen <Made in Italy> zu machen, haben die italienischen Produzenten in Qualität investiert. Der Grappa ist hochwertiger geworden", argumentiert Italo Maschio, Präsident des nationalen Komitees der Schnapsbrenner. Den Titelschutz aufzuheben, würde Arbeit von 15 Jahren zunichte machen.
In den vergangen Jahren hat der aus Schalen und Kernen gekelterter Weintrauben - also einem Abfallprodukt - gewonnene Digestif eine beachtliche Kariere gemacht. Im Jahr 2004 erreichten die 136 italienischen Destillateure und die rund 1500 mit der Abfüllung und dem Vertrieb beschäftigten Unternehmen einen Umsatz von 600 Mio. Euro. 40 Mio. Flaschen wurden verkauft, der Exportanteil wächst stetig. Mittlerweile verdienen 10 000 Menschen ihr Geld in den norditalienischen Grappa-Regionen Friaul, Venetien, Trentin und Südtirol mit dem Schnaps.
In Perugia wird der Grappa, der im italienischen "die Grappa" heisst, nächstes Wochenende erstmals mit dem Festival "Grappitaly" gefeiert. Dort wird verkostet, welcher Grappa am besten zu Schokolade schmeckt und welcher mit einer Zigarre nach dem Mahl harmoniert. Aber es wird auch darum gehen, wie sich das "nationale Kulturgut Grappa" gegen einen Angriff grosser Spirituosenkonzeme wehren kann.
Gianola Nonino, Vorreiterin der Qualitätsoffensive und Geschäftsführerin des berühmten Familienunternehmens lächelt über den Aktionismus ihrer Kollegen. "Ich wundere mich, dass sich die Destillateure jetzt Sorgen machen. Durch mangelnde Kooperationsbereitschaft haben sie bereits Ende der 80er Jahre die Chance vertan, Grappa als Herkunftsbezeichnung zu schützen."
Nach EU-Gesetzgebung darf zur Zeit nur Tresterbrandwein aus Italien den Namen Grappa tragen. Doch bei der Welthandelsorganisation WTO haben sich Brasilien und Argentinien bereits für die Nutzung des Namens "Grappa" eingetragen. Wie es anders geht, haben die Franzosen gezeigt: Für den Cognac etwa wurde schon früh festgelegt, dass er nur aus dieser Region kommen darf, alles andere ist bloss Weinbrand.
"Wenn wir uns nicht koordinieren, werden wir uns mit der geographischen Herkunftsbezeichnung "Grappa aus dem Veneto oder dem Friaul' zufrieden geben müssen", so Gianola Nonino. Ihrem Unternehmen wird das nicht schaden, denn der Name Nonino ist unter Grappa-Kennern längst als Synonym für Qualitätstresterbrand aus Italien etabliert.
"Grüne Fee" ab März wieder legal
Bern. - Ab dem 1. März kann in der Schweiz wieder legal Absinth
getrunken und produziert werden. Der Bundesrat hat am Mittwoch die Aufhebung
des fast hundertjährigen Verbotes festgelegt und die notwendigen
Verordnungsanpassungen verabschiedet. Um die Gesundheit der Konsumenten
zu schützen, wurde der zulässige Gehalt des bereits in geringen
Mengen psychoaktiven Stoffes Thujon analog den Bitterspirituosen und in
Übereinstimmung mit europäischen Bestimmungen limitiert. Ab
dem 1. März 2005 ist der Absinth anderen Spirituosen gleichgestellt
und wird ebenso besteuert und kontrolliert wie andere alkoholhaltige Getränke.
Bis anhin wurden jährlich 10'000 Liter Absinth illegal produziert.
(AP/SDA
Absinth wird legal
Bern - Die lange verbotene grüne Fee wird künftig gleich behandelt
wie andere Spirituosen. Mit 142 zu 13 Stimmen hat der Nationalrat als
zweite Kammer das Absinth-Verbot aus dem Gesetz gestrichen.
rp / Quelle: sda / Montag, 14. Juni 2004 / 17:48 h
Aus der Bundesverfassung war das Absinth-Verbot bereits 1999 eliminiert worden. Eine vom Ständerat angenommene Einzelinitiative von Jean-Claude Cornu (FDP/FR), der inzwischen aus dem Rat ausgeschieden ist, kippte es nun auch aus dem Lebensmittelgesetz. Fortan ist der Absinth, von dem heute jährlich 10 000 Liter illegal produziert werden, dem Alkoholgesetz unterstellt. Er wird so bei Herstellung, Kontrolle, Besteuerung und Prävention den anderen Spirituosen gleichgestellt. Das neuenburgische Val de Travers erhält dadurch eine willkommene Möglichkeit zur Diversifikation.
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Absinth. / Foto: logik.de
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Bundesrat und Parlament sind überzeugt, dass vom Absinth wegen der für Spirituosen geltenden Thujon-Grenzwerte keine grössere gesundheitliche Gefahr ausgeht als von anderen anishaltigen Getränken. Neu kann die grüne Fee zudem in Präventionskampagnen gegen den Alkoholismus miteinbezogen werden. Beim Absinth werden wie bei anderen Spirituosen die Abgabe an unter 18-Jährige und die Jugend-Werbung verboten sein. Der Bundesrat will nicht, dass hier ein neues Trendgetränk entsteht. Die illegale Produktion habe der grünen Fee das Locketikett eines verbotenen Produkts verliehen. Widerstand leistete im Zweitrat nur noch eine kleine Gruppe um Markus Wäfler (EDU/ZH): Die gesundheitsschädigende Wirkung verschwinde mit der Legalisierung nicht.
Verführerischer Duft
Unterwegs mit einer Schnapsbrennerei im Weinland
hhö. Ein verführerischer Duft von gebranntem Wasser liegt über
dem Vorplatz des abgelegenen "Seehofs" - eingebettet in die
Senke des Husemersees bei Ossingen, der sich im Grau des Weihnachtsmonats
von der tristen Seite zeigt. Es zischt, brodelt und raucht auf dem Hofplatz
von Landwirt René Lang. Lohnbrenner Roland Tuchschmid aus Rheinklingen
(TG) schiebt einige Apfelbaum- und Hagebuchenscheiter in den Ofen seiner
fahrbaren Schnapsbrennerei, damit der imposante Dampfkessel mit fünf
Meter hohem Kamin genügend Dampf produziert. Tuchschmid hat ständig
etwas zu tun. Entweder kontrolliert er den Alkoholgehalt des gewonnenen
Schnapses, füllt diesen in Korbflaschen ab, dreht an einem Hahnen,
betätigt einen Hebel oder schiebt neues, gut gegärtes Brenngut
in die drei kupfernen Brennblasen ein.
Alle möglichen Früchte werden in seinem bald 25-jährigen
Ungetüm gebrannt - Pflaumen, Zwetschgen, Kirschen, Äpfel, Birnen,
Trauben und Traubentrester, sagt Tuchschmid, der während der Wintermonate
auf die Stör geht. Die Bauern sind seine Hauptkunden, doch nehmen
auch Private seine Dienste in Anspruch. Für einen Liter Schnaps ist
ein Brennlohn von vier bis sechs Franken zu entrichten. Dazu muss der
Auftraggeber das Brennholz zur Verfügung stellen. Für hundert
Kilo Zwetschgen gibt es gegen zehn Liter Branntwein. Kirschen sind wegen
ihres relativ hohen Zuckergehaltes gute Schnapslieferanten. Hundert Kilo
ergeben bis zu zwölf Liter Kirsch. Natürlich müssen die
Qualität des Rohstoffes und die Sauberkeit in der Anlage in Ordnung
sein, dann stimmt auch das Endprodukt. Damit der gewonnene Branntwein
keine Fremdgerüche aufnimmt, sind Brennblasen, Rohre und Destillieranlage
aus Kupfer und Chromstahl gefertigt.
In den einzelnen Brennblasen wird der Rohstoff erhitzt. Bei 78 Grad fliesst
das verdampfende Alkohol-Wasser-Gemisch in das Herz der Brennerei - in
die Destillieranlage -, wo es unter Abkühlung zu Schnaps verwandelt
wird. Tuchschmid unterscheidet beim gewonnenen Produkt zwischen Vor-,
Mittel- und Nachlauf. Für den Besteller habe der Schnaps meist einen
Alkoholgehalt von 40 bis 50 Prozent, sagt der Brenner. Die Arbeit ist
mit vielen Umtrieben verbunden. Für jeden Auftrag muss er Formulare
ausfüllen - je eines für sich selber, für den Kunden und
für die Eidgenössische Alkoholverwaltung. Der Landwirt kann
von einer Freimenge profitieren, während Nichtbauern später
eine Steuerrechnung aus Bern erhalten. Die Alkoholverwaltung führt
durch Vertrauensleute relativ häufig Kontrollen durch. Wenn die Brennerei
einige Tage ausser Betrieb ist, dann wird sie plombiert, sagt Tuchschmid.
Bezüglich der Zukunft dieses langsam aussterbenden Gewerbes ist er
zuversichtlich. Es gibt immer wieder Kunden, die zu ihm kommen. Für
ihn ist das Brennen ein Hobby - ein Ausgleich zu seiner Arbeit, präzisiert
er. Hauptberuflich betätigt er sich als Verkäufer von Futtermitteln
und betreut noch 60 Mastschweine. Dass die Grossdestillerien in unserem
Land Kirschen aus Osteuropa und Deutschland importieren und den daraus
gewonnenen Kirsch als Schweizer Produkt verkaufen, stört ihn nicht.
"Legt für Geld Alkohol an. Wo sonst gibt es 40-Prozentigen?",
heisst es auf einem an seinem Gefährt befestigten Schild.
Williamson - The Spirit of the Swiss Highland
Als eine der höchstgelegenen Distillerien der Schweiz stellt das Unternehmen Studer & Co. AG als Edelbrand mit 19 von 20 möglichen Punkten den Williamson - The Spirit of the Swiss Highland vor.
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Spezialität für
Feinschmecker: Williamson - The Spirit of the Swiss Highland von der Distillerie Studer & Co. AG, Escholzmatt. Foto: A Presse. |
Die Distillerie Studer & Co. AG in Escholzmatt im Entlebuch zählt
nicht nur zu den Spitzenherstellern schweizerischer Edelbrände, sie
ist auch eine der höchstgelegenen Distillerien im Lande. Diesen Fakten
ist bei Studer ein neues Label entsprungen: The Spirit of the Swiss Highland.
Ein Beispiel davon ist der Williamson - the Spirit of the Swiss Highland.
Er wurde vom Schweizer Schnapsforum mit 19 von 20 möglichen Punkten
prämiert.
Die Brenn- und Kellermeister verwenden für dieses auserlesene Destillat
nur gerade die Herzpartie von Studers mit Goldmedaillen prämierten
Williams Edelbränden. Diese Brände lagern lange und reifen exklusiv
in Schweizer Eichenholz-Barriques. Danach werden sie einer schonenden
Filtration unterzogen und schliesslich ohne jegliche Zusätze, naturbelassen
auf die von Hand nummerierten und streng limitierten Karaffen abgezogen.
Geniesserinnen und Geniesser, die einer feinen Zigarre nicht abhold sind,
sollten es sich nicht nehmen lassen, das Zusammenspiel von Williamson
und ihrer Lieblingszigarre zu erproben. Sie werden begeistert sein.
Das kleine, aber auserlesene Sortiment mit dem Label The Spirit of the
Swiss Highland (erhältlich im Fachhandel) erkennt man am eigenwilligen
Design der Karaffen mit dem Goldknopf als Verschluss. Es umfasst Williamson
- Studer Williams Barrique 41 Prozent (Jahrgänge 2000 und 2001),
und ab Herbst 2004 Cherrylian - Studer Kirsch Barrique 41 Prozent (Jahrgang
2000) und Plumbell - Studer Prune Barrique 41 Prozent (Jahrgang 2000).
Weitere Informationen unter www.distillery.ch
ap.
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| 23. bis 31. Oktober 2004 Öffnungszeiten : Montag bis Samstag 15 bis 21 Uhr Sonntag 12 bis 19 Uhr |
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Schnapsgala 2004
80 - 100 Gäste trafen sich zur 8. Schnapsgala des Schweizer Schnaps
Forums im Restaurant Neumarkt in Zürich. Alle 188 an der Schnapsprämierung
04 ausgezeichneten Destillate, Vieille Produkte und Liköre konnten
vom Publikum verkostet werden. Die 16 neuen neuen Titelträger "Schnaps
des Jahres" wurden vorgestellt und geehrt. Gleichzeitig wurde der
Wettbewerb um die "Goldene Schnapsnase 2004", die erste inoffzielle
Schweizermeisterschaft im Schnapserkennen durchgeführt.
Von den Wirten wird eine glasklare, Chance vergeben
Schweizer Edelbrände finden in der Gastronomie nur zögerlich Anklang.
Was qualitativ hoch stehende, einheimisehe Schnäpse angeht, hat die Schweizer Gastronomie Nachholbedarf. Zwar führen Szenelokale oftmals eine stattliche Anzahl schottischer Whiskys, parfümierter Wodkas oder diverse Rums. Bestellt der Gast aber einen Pflümli, wird er schräg angeschaut. In ländlichen Beizen ist die Schnapsauswahl ebenfalls beschränkt - auf ein paar einfache gebrannte Wasser, die höchstens für den Kafi fertig taugen. Besteht überhaupt ein Markt für edle Schweizer Destillate?
Eric Blass, Trend-Gastronom in Zürich (Talacker, Rimini), meint, dass seine Kundschaft eher auf Mixgetränke anspreche: "Einen Zwetschgen-Tonic gibt es aber nicht", verdeutlicht er das Argument. Analog zum Rum- und Whisky-Trend, der ganz klar von Herstellerseite "gemacht" worden sei, müsste auch bei Schweizer Schnäpsen vorgegangen werden: "Der vertraute Lieferant kommt meistens grad mit einer Zwölferpackung und lässt uns dann machen." So werden nach Blass' Meinung Marktanteile gewonnen.
Erwin Leo Stocker vom Restaurant Stockers Degusta in Interlaken schätzt Schweizer Schnäpse zum Kochen: "Wild kann man hervorragend mit Enzianschnaps abschmecken", sagt er. "Dass eine Hummersuppe ohne Sherry nach nichts schmeckt, weiss man schon lange." Zu Graved Lachs serviert er gerne einen Bierbrand nebenher. Oder zum Birnensorbet einen schönen Williams. Ähnlich wie Blass meint auch Stocker, dass die Brenner mehr fürs Image ihrer Produkte tun sollten: "Schliesslich wollen sie etwas verkaufen", sagt er.
Die Produzenten markierten an Messen oder Gewerbeausstellungen genügend
Präsenz, findet hingegen Hansueli Zuber. In seinem Restaurant zur
Mühle in Oberentfelden hat er neben 300 schottischen Whiskys auch
100Schweizer Edeldestillate auf der Karte, die sich gut verkaufen. Seiner
Meinung nach liegt es an den Wirten, die Initiative zu ergreifen. Herausragende
Brenner kennen zu lernen, sich für die Geschichten hinter den Schnäpsen
zu interessieren: "Produktekenntnisse sind das A und O, will man
den Gästen Edeldestillate verkaufen." Er erzähle den Leuten
vom "Heuschnaps" oder dem "Spargelgeist". In den meisten
Fällen wecke das Interesse. Zuber ist überzeugt davon, dass
sich auf diesem Weg sogar die Umsätze steigern lassen: "Mit
einem Sortiment von etwa zwanzig guten Schnäpsen holt ein Wirt schnell
mal zehn Prozent Umsatz heraus." (boe)
Humbel
feiert
Die Spezialitätenbrennerei Humbel in Stetten/AG feierte die Einweihung
der neuen Brennerei mit einem Tag der offenen Tür. Inhaber und Betriebsleiter
Lorenz Humbel durfte zu diesem Anlass über 1000 grosse und kleine
Gäste empfangen. Mehr als 700 Personen benutzten die Gelegenheit
in einem spielerischen Wettbewerb den Geruchsinn zu trainieren. 6 verschiedene
Destillate mussten nur mit Hilfe der Nase bestimmt werden. Eine gar nicht
so einfache Sache.
Nach
einem Besichtigungsrundgang durch Obstkulturen, Brennerei und Lager, konnte
im neuen Schauraum eine reiche Auswahl von Humbel-Destillaten degustiert
werden. Eine Festwirtschaft sowie ein Unterhaltungsprogramm sorgte bis
spät abends für das leibliche und seelische Wohl.
Bereits am Vorabend hatte Lorenz Humbel Freunden des Hauses, Kunden und
Pressevertretern die neuen Anlagen gezeigt. Während des vorzüglichen
Nachtessens in der neuen Brennerei unterhielt die, mit dem Eidgenössischen
Jodlerverband verkrachte, Jodlerin Christine Lauterburg die Gäste
mit ihren leicht schrägen, stimmlich jedoch überzeugenden Darbietungen.
12.09.04 hjz
Kaufhaus-Schnaps statt "grüne Fee"
Das Absinth-Verbot ist aufgehoben. Im Val-de-Travers, wo der Schnaps herkommt, hört man die Frage: Was bleibt von der "grünen Fee" ohne den Mythos des Verbots?
Von Richard Aschinger, Môtiers

BILD David Marchon/L'EXPRESS
Erstmals mit legalisiertem Getränk: Kommenden Samstag findet in Boveresse das Absinth-Fest statt.
Am vergangenen Montag hat der Nationalrat beschlossen, den 1910 verbotenen
"National"-Schnaps des Val-de-Travers zu legalisieren. Die übermorgen
Samstag in Boveresse gefeierte Fête de 1'Absinthe erhält damit
einen speziellen Reiz. Zwar ist das Gesetz noch nicht in Kraft. Aber die
Flaschen mit von Kleinproduzenten illegal gebrannter "grüner
Fee" werden dieses Jahr wohl weniger versteckt unter dem Tisch gehandelt
als bisher. Auf der Gemeindekanzlei klingelt ständig das Telefon:
Nicht ohne Stolz erklärt Gemeindeschreiber Nicolas Tripet, sogar
ein amerikanisches Fernsehteam sei angemeldet.
Am gleichen Tag hatte der Nationalrat die Legalisierung von Marihuana
verweigert. Auch das ist im "Vallon" ein heisses Thema. Vor
drei Wochen hatte die Polizei in 11 Hallen und Stollen 33'000 Marihuanapflanzen
entdeckt. Die Hanfindustrie hatte über mehrere Jahre funktioniert.
Vielerorts stellt man sich da die Frage, wie es kommt, dass die in Drogenfragen
harte Neuenburger Polizei nie etwas gemerkt haben will und den Marihuana-Ring
just zwei Wochen vor der Legalisierungsabstimmung im Nationalrat platzen
liess.
Die Folgen eines "Drogen"-Mords
In der Kantonshauptstadt war die Rede von einer Geheimnismentalität,
welche die Bevölkerung des Tals mit der illegalen Produktion von
Absinth jahrzehntelang eingeübt habe. Aber da protestieren Einheimische
vehement: Absinth und Cannabis seien im "Vallon" zwei völlig
verschiedene Themen, sagt zum Beispiel der Historiker Pierre-Andre Delachaux,
der in Môtiers ein kleines Absinth-Museum führt. Die Produktion
von Absinth und der Widerstand gegen das Verbot aus Bern seien Teil der
Wirtschafts- und Sozialgeschichte. Bei den jetzt ausgehobenen Hanfplantagen
gehe es nur um schnelles Geld von ein paar schlauen Leuten.
Ausgelöst wurde das Absinth-Verbot zu Beginn des letzten Jahrhunderts
durch einen "Drogen"-Mord: Im Waadtland hatte ein Vater im Vollrausch
seine Familie erschossen. Wie sich später herausstellte, hatte er
wahrscheinlich Wein - und nicht Absinth - gesoffen. Die Schuld an der
Wahnsinnstat gab man dem Thujon-Gehalt des Kräuterschnapses. In einer
Petition verlangten Weinbauern ein Absinth-Verbot, und das Schweizervolk
setzte den Verbotsartikel 1908 mit grosser Mehrheit in die Verfassung.
Für die Talbevölkerung war das ein harter Schlag: Von Couvet
über Boveresse bis Fleurier hatten Hunderte in der Absinth-Produktion
Arbeit gefunden: Ausgedehnte Kräuterpflanzungen, Trocknungshallen
und Distillatoren prägten die Ortsbilder. 3600 Liter Absinth pro
Tag wurden im "Vallon" produziert. 3000 Liter pro Tag verkaufte
man ins Ausland, bis in die USA. Über Fleurier, so liest man in Talgeschichten,
sei ständig eine Anis-Wolke gehangen.
Nach dem Verbot ging die Produktion in reduziertem Umfang weiter. 60 bis
80 Produzenten soll es heute geben. Die meisten kaufen reinen Alkohol
brav und versteuert von der Eidgenössischen Alkoholverwaltung. Die
liebevoll "rösistents" genannten illegalen Brenner destillieren
in Kellern, Ställen und verdunkelten Schuppen.
Offiziell herrscht jetzt Freude über die Legalisierung: Sylvan Piaget,
Präsident der Vereinigung Val-de-Travers, sieht das als Chance für
das Tal. Man verspricht sich Arbeitsplätze und einen Imageträger
für das seit der Uhrenkrise der Siebzigerjahre wirtschaftlich bedrängte
Tal.
Der Mythos verschwindet
Aber nicht nur Delachaux ist da anderer Ansicht. Bis 1908 sei Absinth
einfach ein erfolgreiches Produkt der lokalen Wirtschaft gewesen, erklärt
der Historiker "Erst das Verbot hat den Mythos geschaffen".
Wäre der Schnaps nicht im Verborgenen produziert worden, hätte
niemand in Gemälden von van Gogh oder Picasso den Absinth-Effekt
gesucht. "Die Legalisierung tötet den Mythos, und ohne Mythos
wird Absinth zum banalen Massenprodukt". Statt 60 individueller Absinthe
gebe es künftig Standardprodukte von zwei, drei von der Alkoholverwaltung
konzessionierten Produzenten.
Das Tal müsse auch damit rechnen, dass der Name Absinth von anderen
gekapert werde, sagen Piaget und Delachaux. Pontarlier nenne sich bereits
"Welthauptstadt des Absinths". Zur Schadensbegrenzung will man
rasch eine Ursprungsbezeichnung schützen lassen. Der Mythos. sei
zwar nicht zu retten, sagt Delavaux, aber das Val-de-Travers sollte der
Nachwelt diese Geschichtsepoche wenigstens mit dem Namen "Wiege des
Absinths" in Erinnerung rufen dürfen.
"Grüne Fee" wird legalisiert
Bern. ? Die lange verbotene "grüne Fee" wird künftig gleich behandelt wie andere Spirituosen. Mit 142 zu 13 Stimmen hat der Nationalrat am Montag als zweite Kammer das Absinth?Verbot aus dem Lebensmittelgesetz gestrichen. Fortan ist der Absinth, von dem heute jährlich 10'000 Liter illegal produziert werden, dem Alkoholgesetz unterstellt. Er wird so bezüglich Herstellung, Kontrolle, Besteuerung und Prävention den andern Spirituosen gleichgestellt. Das neuenburgische Val?de?Travers erhält dadurch eine willkommene Möglichkeit zur Diversifikation.
Bundesrat und Parlament sind überzeugt, dass vom Absinth wegen der für Spirituosen geltenden Thujon?Grenzwerte keine grössere gesundheitliche Gefahr ausgeht als von andern anishaltigen Getränken. Neu kann die "grüne Fee" zudem in Präventionskampagnen gegen den Alkoholismus mit einbezogen werden.
Auch für Absinth werden die Abgabe an unter 18?Jährige und die Jugendwerbung verboten sein. Der Bundesrat will nicht, dass hier ein neues "Trendgetränk" entsteht. Die illegale Produktion habe der "grünen Fee" "das Locketikett eines verbotenen Produkts" verliehen. Widerstand leistete gestern nur noch eine Gruppe um Markus Wäfler (EDU, ZH): Die gesundheitsschädigende Wirkung verschwinde mit der Legalisierung nicht. (SDA)
"Kirsch Salon"
Am Abend des 4. Mai, Schlag 17.00 Uhr, stach das altehrwürdige Dampfschiff "Stadt Rapperswil" mit etwa 100 geladenen Gästen in den Zürichsee. Die Interessengemein-schaft Kirsch (IG Kirsch) hatte zu einer Promotionsfahrt "Schweizer Kirsch aus Schweizer Kirschen" geladen. An Bord hatten die Geladenen Gelegenheit an verschiedenen Ständen vielfältige Kirsch-Typen zu verkosten, an einem Buffet kirschene Köstlichkeiten zu naschen und sich Kurzseminaren verschiedene Aspekte der Kirschproduktion erklären zu lassen.
Die Kurzseminare :
An der weltgrössten Schnapsprämierung, welche dieses Jahr unter neuer Leitung in Kloster Neuburg bei Wien durchgeführt wurde, ging es auch dieses Jahr wieder um Punkte und viele Titel.
Platz 1 : Edelbrenner des Jahres
Unschlagbar . . .
. . . war er auch heuer wieder für die Konkurrenz, der Siegfried
Herzog aus Saalfelden in Salzburg.
Platz 2 : Edelbrenner des Jahres - Silber
Unaufhaltsam . . .
. . . auf dem Weg nach ganz oben befindet sich der Vorarlberger Albert
Büchele von der Brennerei Michelehof in Hard. Jahr für Jahr
brennt er sich weiter nach vorne, und eng, wie es an der Spitze nun mal
ist, ist er nur noch ganz knapp vom totalen Triumph entfernt.
Platz 3 : Edelbrennerin des Jahres - Bronze
Unverzichtbar . . .
. . . im Reigen der Starbrenner ist die steirische Brennerikone Waltraud
Jöbstl. Wer auch immer bei der Destillata um den Sieg kämpft,
an Waltraud Jöbstl muss er erst einmal vorbei.
Die Schweizer nicht ganz so gut wie auch schon :
Arnold Dettling AG
Olympstrasse 10
6440 Brunnen
André Abt
Trotte 207
4316 Hellikon
Ausführliche Berichte auf der Internetseite der Destillata
Bundesrat will Absinth-Verbot aufheben
Bern. - Die Legalisierung der «grünen Fee», wie der Absinth geheissen wird, soll nicht dazu führen, dass aus der anishaltigen Spirituose ein neues Trendgetränk wird. Der Bundesrat hat zu einer parlamentarischen Initiative Stellung genommen und sich für die Abschaffung des Absinth-Verbots ausgesprochen. Heute werde das Absinth-Verbot als immer weniger zeitgemäss eingestuft, denn bei der Spezialität aus dem Val-de-Travers handle es sich um eine mit anderen Schnäpsen vergleichbare Spirituose. (AP)
Prättigauer & Herrschäftler, 7.2.04
Maienfeld : Symbiose zwischen Schnapsbrenner und Spitzenkoch
(mak) "Dine & Destillat". Übersetzung: Speisen, und
durch Reinigen und Trennen von Stoffen mittels Verdampfen und wieder Verflüssigen
ein scharfes Wässerchen gewinnen. Dazu benötigt man einen Koch
und einen Brenner. Anders ausgedrückt, bieten der Destillateur Martin
Kunz-Keller aus Maienfeld und der Gastronom der Mühle Fläsch
Martin Herrmann unter eben diesem Label, "Dine & Destillat"
ein Gaumenerlebnis der speziellen Art an.
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Die ganze Familie arbeitet im Betrieb: an der Duftbar von links: Margrith, Ariane, Martin und Carina Kunz |
von Spargel bis Vogelbeeren
Starten wir in der Destillerie, der Schnapsbrennerei von Kunz in Maienfeld.
Unglaublich, was da alles anzutreffen ist. Früchte und Gemüse
aller Sorten aus der näheren Umgebung werden in Flaschen gebannt.
Rüebli, Randen, Spargel bis Kartoffel, und Himbeeren, Erdbeeren,
Holunder bis Vogelbeeren, insgesamt 24 Sorten sind in destillierter Form
anzutreffen. Noch etwas; "Duftbar", auch das tönt in unseren
Ohren relativ unbekannt. Höchstens verschiedene Flacons mit Parfüm
könnte man sich vorstellen. So ähnlich ist es.
Duftbar
Auf einem runden Tischchen stehen mindestens 20 Flaschen mit verschiedenen
Destillaten, davor langstielige, unten bauchige, nach oben hin verengende
und wieder leicht öffnende Schnapsgläschchen mit dem jeweiligen
Inhalt. Genauso wichtig wie ein feiner Brand sei auch das richtige Glas,
erklärt Margrith Kunz, die Ehefrau von Martin Kunz. An diesen Gläsern
mit Inhalt kann geschnuppert werden, zwecks Feinsortierung der Vorlieben
und Verhinderung einer allzu starken Vergeistigung. "Häpiara",
Kartoffeln, sagt Margrith Kunz, seien früher schon für die Herstellung
von Schnaps verwendet worden, einem ziemlich starken in der Regel. In
der Brennerei Kunz entsteht auf der modernen, computergesteuerten Anlage
aus "Häpiara" ein wohlriechendes, feines Edeldestillat.
Standortwechsel
Wechseln wir den Standort. Auf nach Fläsch in die Mühle, denn
dort überraschen Martin und Bernadette Herrmann mit einem Menü,
das sich ausgiebig den in der Destillerie
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Wirtin Bernadette Herrmann sprüht einem Gast etwas Bärlauchgeist über den Wolfsbarsch |
gewonnenen Edeldestillaten widmet. Die Vorspeise besteht aus einer Buttermilchterrine mit Rauchlachs und einem Salatsträusschen über das Bernadette Herrmann etwas Rüebligeist sprüht. Der Geschmack der Randenklösschen in der Sellerieschaumsuppe wird mit Randendestillat verstärkt. Bärlauch kennt man als Pesto oder in Weisswürsten. Dass sich aber Bärlauchgeist bestens eignet um Salate und Saucen zu würzen, erfährt man erst, indem man Wolfsbarsch an Bärlauchgeist-Sauce im Munde zergehen lässt.
der Komponist
Der Komponist dieser Menüs, der mit14 Gault-Millau Punkten ausgezeichnete
Herrmann, versteht es vorzüglich, die Edeldestillate von Kunz in
seine Menüs einzubinden. Laut Margrith Kunz ist es zu empfehlen,
das Menü mit den dazugehörenden Edeldestillaten zu geniessen,
um das Gaumenerlebnis zu verstärken und nicht unbedingt, wie gewohnt
eine Flasche Wein zu bestellen. Der ebenfalls anwesende Lebensmittelingenieur
der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Obst-, Wein- und Gartenbau,
Peter Dürr rechnet kurz und sagt, dass die gereichte Menge von vier
kleinen Gläschen ungefähr zwei Dezilitern Wein entspreche. Bis
Ende Februar bieten Bernadette und Martin Herrmann ihren Gästen das
Menu "Dine & Destillat" an, am 20. Februar zusammen mit
dem Schnapsbrenner Martin Kunz. Welche Pläne die beiden Martins für
die Zukunft aushecken, um ihre Symbiose zu verstärken, konnte nicht
in Erfahrung gebracht werden.
| Infos & Reservationen: | |
| D' Mühle z' Fläsch 7306 Fläsch GR Telefon 081 330 77 70 hermis.muehle@bluewin.ch |
Martin und Margrith Kunz-Keller Weinbau-Destillerie CH-7304 Maienfeld Tel. 081 330 15 55, Fax 081 330 15 44 info@kunz-keller.ch, www.kunz-keller.ch |

Corpus Delicti: Fritz Hintermann mit dem Deckel des seit
über 70 Jahren
nicht mehr benützten Brennkessels.
70 Jahre lag ein Kupferkessel zum Schnapsbrennen auf einem Estrich in Weiningen, vergammelt und vergessen. Nun hat ihn Bundesbern aufgestöbert.
Von Ruedi Baumann
Punkt 8 Uhr schrillte bei Fritz Hintermann aus Weiningen das Telefon.
Und das an seinem 50. Geburtstag. Ein Mann von der Eidgenössischen
Alkoholverwaltung war am Apparat. Er wolle die Schnapsbrennerei kontrollieren.
Hintermann jedoch ist weder Schnapsbrenner noch Bauer und weiss nichts
von einer Schnapsbrennerei. Doch der Mann von der Verwaltung beharrte
auf seinem Auftrag. In Hintermanns über 100-jährigem Bauernhaus
sei ein Schnapsbrenner mit 180-Liter-Kupferkessel registriert. Und den
müsse er entweder kontrollieren oder ausser Betrieb setzen.
Fritz Hintermann durchwühlte den Estrich nach Gerätschaften,
die irgendwie mit einer Schnapsbrennerei zutun haben könnten. Und
er fand einen verbeulten Kessel samt Deckel. Auch ein verbogenes Rohr
lag herum, das ebenso gut von einem Bettgestell stammen könnte. "Vor
über 70 Jahren hat mein Grossvater zum letzten Mal Schnaps gebrannt",
recherchierte Hintermann mit Hilfe seines Vaters.
Gestern Morgen war in Weiningen Kontrolltermin. Friedrich Zemp von der
Eidgenös-sischen Alkoholverwaltung fährt vor und beschaut sich
den Kessel. Er findet auf einem aufgelöteten Schildchen eine Nummer,
die mit dem Eintrag in seinen Akten überein-stimmt. In den 40er-Jahren
erfasste der Bund alle Brennkessel und nummerierte sie durch. Ziel war
die Verminderung des Schnapskonsums. Mit geübtem Griff entfernt Zemp
das Schildchen. " Jetzt kann ihn meine Frau haben, um Blumen darin
anzupflanzen", sagt Hintermann mit zaghaftem Humor. Er ist noch immer
irritiert über den eigenartigen Besuch.
Das Geistrohr" wird ausgeschäumt
Doch nun beweist Friedrich Zemp, dass er tatsächlich ein Profi ist.
Das gekrümmte Rohr identifiziert er als "Geistrohr". Über
dieses Rohr strömten die heissen Dämpfe, die dann im Kondensator
abgekühlt wurden. Doch diesen fand Hintermann nicht mehr. Trotzdem
setzt Kontrolleur Zemp das von Grünspan angegriffene Rohr fachgerecht
ausser Betrieb: Er füllt es mit Polyurethanschaum.
Die grosse Wut über die Bürokratie
Jetzt muss Fritz Hintermann ein Protokoll unterschreiben. Sein Schnapsbrennrecht,
von dem er allerdings gar nichts wusste, ist damit offiziell gelöscht.
Nun packt ihn doch noch die grosse Wut. "Als Staatsbürger und
Steuerzahler kann ich nicht begreifen, welche Bürokratie heutzutage
trotz leeren Kassen noch immer betrieben wird." Kontrolleur Zemp
hat Verständnis für das Unverständnis seines "Kunden".
Doch er wehrt sich. "Das Alkoholgesetz in vielen Nachbarländern
ist noch viel strenger." Was er macht, ist Teil seines Jobs. 2003
waren in der ganzen Schweiz 10'000 Schnapsbrenner registriert. Die muss
die Eidgenössische Alkoholverwaltung wieder unter Kontrolle bekommen.
Wie Anno 1940.
Grappa: Länderspiel Italien-Schweiz : Zitterpartie für die Tifosi
Stefan Keller
Wie gut sind sie wirklich, die hochgelobten und teuer bezahlten italienischen
Edelgrappe?
Ein Team des Schweizer Schnaps Forum reiste ins Mutterland des Tresterbrands,
mit im Gepäck elf einheimische Destillate, und forderte zum Zweikampf
heraus. Die Italiener kamen mit einem blauen Auge davon.
Ein Jahr ist's her, da veranstaltete das Schweizer Schnaps Forum in Zürich
das Traumfinale: Schweiz-Italien. Eine Squadra von elf italienischen Grappe
spielte gegen ebenso viele Tresterbrände aus der Schweiz. In ausgelosten
Paarungen - allein der Spielleiter kannte die Verteilung - kam es zu elf
Zweikämpfen. Die Degustatoren hatten bloss zu entscheiden, welches
der beiden Gläser
sie bevorzugen, den Kelch links oder den Kelch rechts. Im Zürcher
Neumarkt erlitt die Squadra azzurra eine veritable Schlappe: nur gerade
zwei Mal vermochten sich ihre Stars gegen die tiefklassiger eingestuften
Schweizer durchzusetzen. Das Treffen endete 9:2 und ging als "Das
Wunder von Zürich" in die Geschichte ein.
Das Resultat macht misstrauisch. Lag es an einer unausgewogenen Auswahl?
Kam den Schweizern grosses Losglück zugute? Oder - so die heisseste
Vermutung - liegt es an der Konditionierung, an der speziellen Ausformung
helvetischen Geruchs- und Geschmackssinns? Dagegen sprach eigentlich,
dass kaum einer der Degustatoren in Zürich in der Lage war, verlässlich
das Herkunftsland einer Probe zu bestimmen. Wie auch immer: das irritierende
Resultat verlangte nach einer Überprüfung, und zwar auf italienischem
Terrain, mit einer Squadra azzura von einem italienischen Coach zusammengestellt
und mit italienischen Degustatoren. So geschehen Mitte November 2003 im
Val Chiavenna in der Lombardei.
Die Schweizer Elf, anhand der Resultate der vom Schweizer Schnaps Forum
jährlich durchgeführten nationalen Prämierung selektioniert,
wurde von einem halben Dutzend Schlachtenbummlern begleitet, die auch
als Degustatoren zum Einsatz kamen. Die italienische Auswahl oblag dem
lokalen Präsidenten der AIS (Associazione Italiana Sommeliers), der
ebenfalls ein halbes Dutzend Degustatoren aufgeboten hatte.
Nach den ersten drei Rencontres sah man geknickte Schweizer und strahlende
Tifosi und der italienische Coach schien vor Zufriedenheit - also, wir
wussten es doch! - fast zu zerplatzen. Zweimal das Verdikt 11:1 und einmal
8:4, für die Schweizer zappenduster, ohne Wenn und Aber.
Der einzige Tessiner Spieler im Schweizer Team (Grappa Nostrano Paravicini),
rustikal und nicht ganz stilsicher, ging gegen den souveränen Dolcetto
von Marolo unter, und so erging es auch dem diskreten Spiezer Grapbianca
gegen den überschwänglichen Moscato Rosa aus dem Rennstall von
Zeni. Mehrheitlich gab die Jury auch dem aufgezuckerten und folglich lieblichen
Gaiarino von Mascio gegenüber dem herbwürzigen Syrah des Lauerzers
Toni Z'Graggen den Vorrang. War der Mist bereits geführt und alles
nur noch eine Frage des Resultats? Diese Stimmung lag in der Luft - bis
die vierte Paarung aufgedeckt wurde. Sie brachte den ersten Punkt für
die Schweiz, erzielt durch den Semi-Schweizer Telsner aus Lichtenstein.
Sein lupenreiner Blauburgunder Marc liess den Ribolla aus dem Brennhafen
der Grappa-Legende Nonino ins Leere laufen. Doppelt irritierend für
die Tifosi war der Umstand, dass sie - wie bis anhin - die Provenienz
des Siegers in ihrem Land vermuteten. Bös erging es auch Vittorio
Capovillas Grappa gegen den Marc vom Schloss Heidegg; ebenso plötzlich
wie unerwartet schien der Ausgang der Partie wieder offen. Eigentlich
hätte der nächste Punkt den Ausgleich bringen sollen, standen
sich doch Schlossherr Gian-Battista von Tscharner und der Südtiroler
Feldmarschall Tiefenbrunner gegenüber, beide mit einem Brand aus
Müller-Thurgau-Trester. Tscharners federfeiner Marc aus RieslingxSilvaner
wurde in der Prämierung 2003 des Schweizer Schnaps Forum zu Recht
als "Schnaps des Jahres" ausgezeichnet; er unterlag mit einem
Verhältnis von 9:3 gegen den lauten und sich zugleich ausgesprochen
lieblich gebärdenden Feldmarschall aus dem Alto Adige.
Zwei Punkte Vorsprung für die italienischen Grappe! Und sie machten
weiter Druck. Der strenge Sforzato aus der Valtellineser Distillerie Schenatti
servierte den zarten RxS-Tresterbrand des Luzerner Winzers Toni Ottiger
ab. Die nächste Rencontre zwischen dem Pinot gris-Marc von Gian-Battista
von Tscharner und dem Sfursat-Grappa von Negri (destilliert von Schenatti,
Tirano) endete mit einen Remis und mit dem Zwischenstand von 5:3. Soviel
stand zu diesem Zeitpunkt bereits fest: für die Eidgenossen lag im
besten Fall noch ein Unentschieden drin. Dafür kämpften sie
wie die Löwen mit einem RxS der Weinbaugenossenschaft Oberhofen,
der den Sarpa aus dem renommierten Hause Poli klar distanzierte und dem
spektakulären Marc de Muscat des Seeländers Heinz Zürcher,
der Antinoris Tignanello mit einem 12: 0 demütigte. Nur noch einen
Punkt lagen die Italiener vor dem entscheidenden letzten Gang in Vorsprung,
die Stimmung hatte den Siedepunkt erreicht. Die letzte Auslosung - ein
Kampf der Titanen. Angelo Gaja versus Dani und Martha Gantenbein, Nebbiolo
versus Riesling x Silvaner. Ungewöhnlich homogen bevorzugten die
beiden Degustatorengruppen (Schweizer/Italiener) das Produkt aus ihrem
Herkunftsland. Den Ausschlag gaben die Abweichler: auf italienischer Seite
einer, auf Schweizer Seite zwei, und damit kam das entscheidende 7:5 für
Italien in der letzten Paarung zu Stande. Auf der Anzeigetafel leuchtete
gross das Schlussresultat: Italia-Svizzera 7:5!
Nachdem der erste Pulverdampf verzogen ist, zeigt die Spielanalyse Folgendes:
die Bewertungen innerhalb der beiden Gruppen (die Resultate der je sechs
Degustatoren aus der Schweiz beziehungsweise aus Italien separat ausgewertet)
sind identisch mit dem Gesamtresultat. In beiden Teams wurden je 36 Stimmen
für die italienischen und 32 Stimmen für die schweizerischen
Tresterbrände abgegeben. Je vier von sechs Degustatoren bevorzugten
knapp die italienischen Brände. Aber: je ein Schweizer und ein italienischer
Degustator - und zwar die versiertesten! - bevorzugten ganz klar die Destillate
ihres Herkunftslandes. Denn Unterschiede sind für geübte Verkoster
- wenn auch nicht in jedem Fall - durchaus erkennbar und lassen sich zuordnen.
Italienische Grappe beispielsweise sind im Geschmack oft süsslich,
denn das Beifügen von Zucker ist hier nicht nur erlaubt, im Gegensatz
zur Schweiz, sondern praxis. Bei der nationalen Prämierung des Schweizer
Schnaps Forum sind Brände mit Zuckerzusatz - ausser es handelt sich
um Vieilles Produkte oder Liköre - verpönt. Eine weitere Schweizer
Eigenart: viele Brände werden aus Trestern weisser, aromatischer
Varietäten gebrannt (RieslingxSilvaner, Pinot gris, Gewürztraminer).
Sie ergeben oft duftige und zarte Destillate und sind im Vergleich zu
Trestern roter Sorten (Nebbiolo, Barbera, Sangiovese) von anderem Schrot
und Korn.
Vorschau:
Die nächste Runde des erstmals und öffentlich durchgeführten
Vierländerkampfs findet am 6.Februar 2004 im Vorarlberg statt. Österreichische
Stein- und Kernobstbrände duellieren sich mit Schweizer Destillaten.
Weitere Informationen und Anmeldungen unter www.schnapsforum.ch