Schweizer Schnaps Forum

 

Schnapsgala 2003

Am Donnerstagabend, 23.Okt. 03, 18 Uhr, haben sich etwa 80 Personen, - Brenner, Schnapsproduzenten, Schnapsliebhaber, Journalisten - im Pilgerisaal der Wirtschaft Neumarkt in Zürich zur Schnapsgala 2003 eingefunden. Der Präsident des Schweizer Schnaps Forums (SSF), Stefan Keller, begrüsst die Anwesenden in deutsch und französisch. Der Präsident der Arbeitsgruppe "Prämierung", Hansjürg Zehnder, lässt die Schnapsprämierung 2003 kurz Revue passieren und stellt die anwesenden Gewinner eines Titels "Schnaps des Jahres" vor. Dann werden die ausgestellten 127 prämierten Brände, Vieille Produkte und Liköre zur zwanglosen Verkostung freigegeben.

Anschliessend bietet das Schweizer Schnaps Forum interessierten Personen gratis die Teilnahme an drei Workshops an :
- "Getreidebrände" mit Verkostungsleiter Dr. Peter Dürr.
- "Einblick in den Prämierungsablauf" mit René Zimmermann und Hansjürg Zehnder, beides Mitglieder der Arbeitsgruppe "Prämierung".
- "Vom sortenreinen Kirsch zum Kirsch Cuvé" mit Brenner Lorenz Humbel.

Dürr präsentiert einerseits Getreide-brände ausgebaut im Holz (Typ Whisky), welche z.Z. Hochkonjunktur haben. Immer mehr Brenner auf dem Kontinent beginnen sich auf diese Art Brände zu spezialisieren. Auf der andern Seite führen bei den hellen Getreidebränden die Bierbrände. Aber auch die reinen Getreidebrände - Hafer, Dinkel, Emmer, Gerste, etc. - bieten Nase und Gaumen viel Vergnügen.

Zimmermann und Zehnder erklären den Ablauf einer typischen Prämierungsverkostung. Während die Beurteilung möglichst objektiv, nach ganz klaren Kriterien abläuft, ist die Vergabe des Titels eines "Schnaps des Jahres" eine subjektive Angelegenheit. Gibt es in einer Kategorie nur ein Produkt mit mehr als 18 Punkten, stellt sich der Jury nur die Frage :"Ist das Produkt würdig den Titel "Schnaps des Jahres" zu tragen ?" Wenn mehrere Produkte zur Auswahl stehen, stellt sich ausserdem die Frage, "Welches ist das Beste ?" Das Produkt mit den meisten Stimmen hat gewonnen.

Humbel erzählt, wie er vom traditionellen Kirsch aus drei oder vier schwarzen Kirschensorten zum sortenreinen Kirsch aus schwarzen, roten, weissen oder gelben Kirschensorten kam. Während der traditionelle Kirsch sich immer mehr oder weniger gleich präsentiert, kann mit reinen Kirschensorten mehr gespielt werden. Es gibt so strengere oder lieblichere Kirsche. Jetzt kommt Humbel wieder zurück zum Cuvé, aber aus 66 verschiedenen Kirschensorten und im Kirschenholzfass ausgebaut.

31/10/03/ze

     
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