Chartreuse Botanicals
16.02.2018

1605 schenkte der Marschall François-Annibal d’Estrées den Kartäusermönchen im Konvent Vauvert (Paris) ein Rezept für ein „Elixier des langen Lebens“. Es geriet jedoch zunächst in Vergessenheit. Erst Anfangs des 18. Jht. entwickelte der Apotheker Bruder Jérôme Maubec damit einen heilsamen Trank, der als Élixir Végétal de la Grande Chartreuse (69 Vol. %) noch heute hergestellt wird. Hier vermengen sich Arznei und Genussmittel. Der sich im Handel befindliche Chartreuse vert besteht aus Weinalkohol, Zucker und den Auszügen von bis zu 130 verschiedenen Kräutern und Gewürzen und reift fünf bis acht Jahre lang in großen Eichenholzfässern in der Chartreuse-Destillerie in Voiron (Isère). Chartreuse vert hat einen Alkoholgehalt von 55 Vo.%. Seit 1838 kennt man eine süssere und milderen Variante, den Chartreuse jaune (40 Vol.%). Niemand, mit Ausnahme von zwei Mönchen, kennt Verfahren und Ingredienzien. Aus diesem Grund können auch nur ungefähre und höchst unvollständige Angaben über die Botanicals gemacht werden.
Engelwurz, Angelica (Angelica archangelica)
Basilikum (Ocimum basilicum)
Fenchelsamen (Foeniculum vulgare)
Gewürznelken (Syzygium aromaticum)
Koriandersamen (Coriandrum sativum)
Macis (Myristica fragrans)
Pfefferminze (Mentha × piperita)
Rosmarin (Rosmarinus officinalis)
Ysop (Hyssopus officinalis)
Wermuth (Artemisia absinthium)
Zimt (Cinnamomum verum)
Zitronenmelisse (Melissa officinalis)
Tannennadelextrakt